— Haben deine Eltern 200.000 für das Kind gegeben? Super! Dann kaufen wir Mama endlich neue Möbel — das wollte sie schon lange!

Olga stieg vorsichtig die Treppe hinauf, hielt sich mit einer Hand am Geländer fest und drückte mit der anderen den Entlassungsschein samt dem neugeborenen Sohn Maxim an die Brust.

Der Oktoberwind zog durch das Treppenhaus, und die Frau wickelte das Baby fester in die warme Decke.

Nach einer Woche im Krankenhaus wirkten die eigenen vier Wände besonders ersehnt.

Konstantin riss die Tür auf, noch bevor Olga die Schlüssel herausgeholt hatte.

Ein Dermatologe erklärte, wie man Nagelpilz in 3 Tagen besiegt!

— Wie geht es meinen Liebsten? — Der Mann hob vorsichtig die Decke über dem schlafenden Sohn an und umarmte danach seine Frau um die Schultern.

— Müde, aber zu Hause ist es immer besser, — lächelte Olga und ging ins Wohnzimmer, wo Konstantin bereits das Babybettchen neben dem Sofa aufgestellt hatte.

Während der Mann um das Baby herumwuselte, die Temperatur im Zimmer überprüfte und das Fenster schloss, ertönte auf Olgas Handy der typische Benachrichtigungston der Banking-App.

Die Frau setzte sich auf den Rand des Sofas und öffnete die Nachricht.

Die Summe auf dem Bildschirm ließ sie mehrmals blinzeln.

200.000 Rubel waren auf ihr persönliches Konto eingegangen, mit dem Vermerk: „Für den Enkel Maxim“.

Olga’s Vater war nie besonders großzügig gewesen, aber die Geburt des ersten Enkels hatte sein Herz offenbar erweicht.

— Papa hat Geld überwiesen, — zeigte Olga ihrem Mann den Bildschirm.

— Zweihunderttausend, extra für Maxim.

Für den Kinderwagen, das Bettchen, Kleidung und alles andere.

Konstantin pfiff leise, als er die Zahlen sah.

— Nicht schlecht!

Dein Vater nimmt die Rolle als Opa wirklich ernst.

— Jetzt können wir den guten Kombikinderwagen kaufen, den ich mir ausgesucht hatte, und den Kindersitz fürs Auto, — stellte Olga bereits gedanklich eine Einkaufsliste zusammen.

— Und außerdem Kleidung zum Reinwachsen, Entwicklungsspielzeug …

— Warte, warte, — Konstantin hob die Hand und stoppte den Planungsstrom seiner Frau.

— Was, wenn wir größer denken?

Olga hob die Augenbraue und verstand nicht, worauf ihr Mann hinauswollte.

— Hör zu, Mama träumt schon lange davon, die Möbel im Wohnzimmer zu erneuern.

— Dieses alte Set steht da noch aus Sowjetzeiten.

Ein schönes Komplettset kostet genau ungefähr 150.000.

Dann bleiben noch 50.000 für die Bedürfnisse des Kindes — fürs Erste reicht das völlig.

Olga spürte, wie ihr das Blut langsam aus dem Gesicht wich.

Sie starrte ihren Mann an, als wollte sie herausfinden, ob er scherzte.

— Meinst du das gerade ernst?

— Natürlich! — rieb sich Konstantin begeistert die Hände.

— Mama macht so viel für uns: Sie hilft beim Putzen, kocht, wenn wir arbeiten.

Es ist doch gerecht, ihr etwas zurückzugeben.

— Konstantin, — sagte Olga langsam seinen Namen, als würde sie einem Kind etwas erklären.

— Dieses Geld wurde extra für Maxim gegeben.

Mein Vater hat beim Transfer ausdrücklich „für den Enkel“ geschrieben.

Nicht für deine Mutter, nicht für Möbel, sondern für unseren Sohn.

— Hör auf, dich so festzubeißen! — winkte der Mann ab.

— Ein Baby braucht jetzt nicht so viel.

Windeln, Milch, Strampler — mit 50.000 kommt man ein halbes Jahr aus.

Und Mama hat Aufmerksamkeit verdient.

Olga stand vom Sofa auf und ging zum Fenster, blickte auf die gelben Blätter im Hof.

Ihre Finger umklammerten das Handy fest.

— Deine Mutter verdient Aufmerksamkeit von dir, nicht von meinem Vater, — drehte sich Olga zu ihrem Mann um.

— Wenn du ihr eine Freude machen willst, dann gib dein eigenes Geld aus.

— Mein Geld? — Konstantin runzelte die Stirn.

— Sind wir nicht eine Familie?

Was du hast und was ich habe — alles ist doch gemeinsam.

— Komisch, dass du dich erst jetzt daran erinnerst, — setzte sich Olga wieder aufs Sofa.

— Als deine Mutter um Hilfe bei der Badrenovierung gebeten hat, hast du gesagt, wir hätten kein überschüssiges Geld.

Als sie zu ihrer Schwester fahren wollte und das Ticket fehlte, hast du dich auch auf finanzielle Schwierigkeiten berufen.

— Das war etwas anderes, — winkte der Mann ab.

— Damals hatten wir wirklich kein Geld.

— Jetzt haben wir welches, weil mein Vater es für seinen Enkel gegeben hat, — öffnete Olga die Banking-App und begann etwas einzustellen.

— Und es wird genau dafür ausgegeben: für den Enkel.

Konstantin trat näher und versuchte, auf den Bildschirm zu schauen.

— Was machst du da?

— Ich ändere die Zugriffseinstellungen für das Konto, — antwortete Olga ruhig, ohne aufzusehen.

— Ab jetzt kann nur ich über dieses Geld verfügen.

— Wie nur du?! — wurde die Stimme ihres Mannes lauter.

— Wir sind doch Mann und Frau!

— Genau deshalb sperre ich den Zugriff, — beendete Olga die Einstellung und steckte das Handy in die Tasche.

— Damit du nicht in Versuchung kommst, Kindergeld für Erwachsenenlaunen auszugeben.

Konstantin ließ sich in den Sessel gegenüber sinken und massierte sich die Schläfen.

— Olga, was soll dieser Kindergarten?

Mama macht so viel für uns …

— Und dafür muss man Danke sagen, nicht Möbel kaufen mit Geld, das für ihren Enkel bestimmt ist.

— Na gut, — hob der Mann die Hände beschwichtigend.

— Sag mir dann, wie viel man wirklich in den ersten Monaten fürs Kind braucht.

Eine genaue Summe.

Olga holte aus der Tasche eine заранее vorbereitete Liste.

— Kombikinderwagen — 40.000.

Autositz — 25.000.

Babybett mit orthopädischer Matratze — 30.000.

Kleidung fürs erste Jahr — 25.000, weil Kinder schnell wachsen.

Windeln, Milch, Medikamente — etwa 15.000 für ein halbes Jahr.

Entwicklungsspielzeug, Bücher — 10.000.

Hochstuhl, Badewanne und Kleinkram — nochmal etwa 20.000.

— Das sind 185.000, — rechnete Konstantin.

— Es bleiben 15.000.

— Die auf dem Konto als Reserve für unvorhergesehene Ausgaben bleiben, — beendete Olga.

— Oder glaubst du, Kinder können nicht krank werden?

Maxim bewegte sich im Bettchen und wimmerte leise.

Olga ging sofort zu ihrem Sohn, nahm ihn hoch und wiegte ihn sanft.

— Mama wäre wirklich traurig, wenn sie erfährt, dass wir ihr hätten helfen können und es nicht getan haben, — gab Konstantin nicht auf.

— Und mein Vater wäre traurig, wenn er erfährt, dass das Geld, das er extra für den Enkel gegeben hat, für Möbel deiner Mutter ausgegeben wurde, — strich Olga die Decke um das Baby glatt.

— Was meinst du: Wessen Meinung ist für unsere Familie wichtiger?

Konstantin schwieg und begriff, dass er sich in eine Ecke manövriert hatte.

Der Schwiegervater könnte tatsächlich beleidigt sein, wenn er von den Plänen des Schwiegersohns erfahren würde.

— Gut, — gab der Mann schließlich nach.

— Aber dann kaufen wir Mama wenigstens etwas Kleines.

Eine schöne Vase oder ein Bild.

Damit sie sieht, dass wir an sie denken.

— Kaufen wir, — stimmte Olga zu.

— Von deinem Geld.

Am Abend, als Maxim schlief und Konstantin mit dem Hund draußen war, saß Olga mit einer Tasse Tee am Küchentisch und sah sich erneut die Bankbenachrichtigungen an.

200.000 Rubel wirkten wie eine solide Summe, aber die Frau verstand, dass in den ersten Lebensjahren eines Kindes viel mehr draufgehen würde.

Das Telefon klingelte.

Auf dem Display erschien der Name der Schwiegermutter.

— Oljenka, Liebes, wie geht’s?

Wie ist mein Enkelein? — klang die Stimme von Wera Iwanowna ungewöhnlich süß.

— Danke, Wera Iwanowna, alles gut.

Maxim isst und schläft nach Plan.

— Brav!

Ich habe Kosti angerufen, und er sagte, deine Eltern hätten dir Geld fürs Baby geschickt.

Wie aufmerksam von ihnen!

Olga wurde wachsam.

In der Stimme der Schwiegermutter lagen versteckte Untertöne.

— Ja, Papa wollte bei den ersten Ausgaben helfen.

— Natürlich, natürlich, Kinder sind heute ein teures Vergnügen, — machte Wera Iwanowna eine Pause.

— Aber ich dachte mir …

Meine Wohnzimmermöbel sind ganz abgenutzt.

Und der Enkel wird ja bei der Oma zu Besuch sein, auf dem Boden spielen.

Es wäre gut, die Einrichtung zu erneuern, eine gemütliche Atmosphäre für Familienfeiern zu schaffen.

— Wera Iwanowna, das Geld ist ausdrücklich für die Bedürfnisse des Kindes bestimmt, — erklärte Olga geduldig.

— Ich muss den Kinderwagen kaufen, den Autositz …

— Was sagst du da! — unterbrach die Schwiegermutter.

— Deine Nachbarin hat einen Kinderwagen, fast neu, sie gibt ihn für 10.000 ab.

Einen Autositz findet man auch gebraucht.

Und die Atmosphäre zu Hause ist doch für alle wichtig!

Olga umklammerte die Tasse fester.

Es wurde klar, woher Konstantin seine Ideen zur Verwendung des Kindergeldes hatte.

— Ich kaufe neue Sachen für meinen Sohn, — sagte Olga fest.

— Und wenn Sie Möbel erneuern möchten, kann Konstantin Ihnen helfen.

— Ach, Oljenka, — wurde die Stimme der Schwiegermutter kälter.

— Ich hätte nicht gedacht, dass du so … berechnend bist.

Wir sind doch eine Familie.

— Genau deshalb sorge ich dafür, dass Geld, das fürs Kind gegeben wurde, fürs Kind ausgegeben wird, — trank Olga den Tee aus und stellte die Tasse in die Spüle.

Nachdem das Gespräch beendet war, stand die Frau lange am Fenster und beobachtete die wenigen Passanten im Hof.

Maxim schnaufte leise im Bettchen, und hinter der Wand lief beim Nachbarn der Fernseher.

Olga verstand, dass das heutige Gespräch nur der Anfang war.

Konstantin und seine Mutter würden nicht aufhören, ihr Entscheidung beeinflussen zu wollen.

Aber die 200.000 Rubel, die der Großvater dem Enkel geschenkt hatte, würden genau für den Enkel ausgegeben werden.

Und Punkt.

Am nächsten Tag, während Maxim nach dem Füttern schlief, packte Olga methodisch die Sachen ihres Mannes in einen großen Reisekoffer.

Anzüge, Hemden, Socken — alles wurde ordentlich in die Fächer gelegt.

Sie arbeitete ruhig, ohne Eile, als würde sie ganz normale Hausarbeit erledigen.

Am Abend kam Konstantin gut gelaunt von der Arbeit zurück.

— Kariesch, ich hab’s mit Mama abgesprochen! — rief er aus dem Flur.

— Morgen fahren wir Möbel aussuchen.

Wir haben einen tollen Salon gefunden, dort gibt es Rabatte bis Ende des Monats.

Olga kam aus dem Schlafzimmer und zeigte wortlos auf den Koffer, der neben der Eingangstür stand.

— Was ist das? — runzelte Konstantin die Stirn und starrte auf das Gepäck.

— Deine Sachen, — antwortete die Frau ruhig.

— Ihr werdet jetzt bei Mama zusammen wohnen.

Der Mann erstarrte, blinzelte und schüttelte den Kopf, als wollte er eine Halluzination vertreiben.

— Meinst du das ernst?

Wegen irgendeines Geldes?

— Nicht wegen Geld, — verschränkte Olga die Arme vor der Brust.

— Sondern weil du es normal findest, Kindergeld für Erwachsenenlaunen auszugeben.

Und weil du glaubst, Entscheidungen für mich treffen zu können.

— Ich bin der Kopf der Familie! — wurde Konstantin laut.

— Ich entscheide, wohin das Geld in diesem Haus geht!

— In diesem Haus gibt es kein Geld mehr von dir, — öffnete Olga die Eingangstür.

— Es gibt mein Geld und das Geld fürs Kind.

Über deins kannst du in Mamas Wohnung verfügen.

Konstantin machte einen Schritt nach vorn, um in die Wohnung zu gehen, doch Olga wich nicht zur Seite.

— Olga, hör auf mit diesem Theater!

Maxim ist mein Sohn, und ich habe das Recht …

— Du hast das Recht, deinen Sohn nach Absprache zu sehen, — unterbrach ihn seine Frau.

— Aber hier wirst du nicht mehr wohnen.

Nimm den Koffer und geh.

Oder soll ich die Polizei rufen?

— Das wagst du nicht!

— Doch, — holte Olga ihr Handy heraus und begann eine Nummer zu wählen.

— Der Bezirksbeamte Michail Sergejewitsch ist sehr hilfsbereit.

Gestern hat er sich erkundigt, wie es dem Neugeborenen geht.

Konstantin sah die Entschlossenheit in den Augen seiner Frau und verstand, dass Bluffen sinnlos war.

Sie war wirklich bereit, die Polizei zu rufen.

— Gut, — presste er durch die Zähne.

— Aber das ist noch nicht das Ende des Gesprächs.

— Ende, — sagte Olga fest.

— Nimm deine Sachen.

Konstantin packte den Koffer, rollte ihn ins Treppenhaus und murmelte vor sich hin über weibliche Undankbarkeit und darüber, wie sehr er sich für die Familie angestrengt habe.

Olga schloss die Tür, drehte den Schlüssel zweimal und legte die Kette vor.

Die Schlüssel ihres Mannes lagen auf dem Regal im Flur.

Olga nahm sie und legte sie in die Schublade des Küchentisches — diese Metallstücke hatten nun keinerlei Bedeutung mehr.

Maxim wachte auf und begann leise zu weinen.

Olga ging zum Bettchen, nahm ihren Sohn hoch und begann leise ein Schlaflied zu summen.

In der Wohnung herrschte Stille, nur unterbrochen vom Babyatem und den Geräuschen von draußen.

Eine Stunde später rief Wera Iwanowna an.

— Oljenka, was sind das für Hysterien?

Kosti ist völlig fertig angekommen, sagt, du hast ihn rausgeworfen!

— Rausgeworfen, — bestätigte Olga kurz.

— Wie kann man so etwas tun?

Ihr seid doch Mann und Frau!

Wegen irgendeines Geldes die Familie zerstören!

— Ihre Familie hat Ihr Sohn zerstört, als er beschloss, das Geld fürs Kind für Ihre Möbel auszugeben, — wechselte Olga das Handy ans andere Ohr und wiegte Maxim weiter.

— Und ich habe nur Ordnung geschaffen.

— Geld in der Familie muss doch gemeinsam sein!

— Muss es.

Aber dieses Geld wurde konkret für das Kind geschenkt, nicht für die Einrichtung der Wohnung der Schwiegermutter.

Wera Iwanowna schwieg kurz, offenbar überlegte sie sich eine neue Taktik.

— Gut, sagen wir, ihr habt euch gestritten.

Aber das Kind braucht einen Vater!

Du nimmst Maxim seinen Papa weg!

— Maxim wird seinen Papa nicht verlieren.

Konstantin kann seinen Sohn sehen, wann er will.

Nur hier wohnen wird er nicht mehr.

— Und was ist mit Unterhalt?

Glaubst du, mein Sohn wird euch versorgen?

— Unterhalt wird Konstantin sowieso zahlen, — antwortete Olga ruhig.

— Und mich zu versorgen hat er auch früher nicht besonders angestrebt.

Das Gespräch endete mit einem abrupten Piepton.

Wera Iwanowna hatte offenbar verstanden, dass Druck nichts bringen würde.

In der folgenden Woche vereinbarte Olga einen Termin bei einer Anwältin.

Die ältere Frau hörte sich die Geschichte aufmerksam an und schüttelte den Kopf.

— So ein Fall ist nicht selten, — sagte Galina Michailowna.

— Männer glauben manchmal, eine Frau müsse alles teilen, was sie von ihren Eltern bekommt.

Und ihre eigenen Pflichten vergessen sie dabei.

— Kann man dieses Kindergeld juristisch irgendwie schützen?

— Da die Überweisung ausdrücklich als Geschenk für das Kind оформлено wurde, gehört dieses Geld nicht zum gemeinsamen Vermögen.

Im Scheidungsfall kann der Ex-Mann diese Summe nicht beanspruchen.

Olga reichte noch am selben Tag den Scheidungsantrag ein.

Dem Antrag fügte sie den Kontoauszug mit dem Vermerk zum Zweck der Überweisung bei sowie eine Erklärung, wie der Mann versucht hatte, das Geld fürs Kind für Möbel für seine Mutter auszugeben.

Einen Monat später versuchte Konstantin, die Beziehung wiederherzustellen.

Er kam mit einem Blumenstrauß und einer Schachtel Pralinen.

— Kariesch, ich habe meinen Fehler verstanden, — sagte Konstantin durch die angelehnte Tür.

— Lass uns alles vergessen und von vorne anfangen.

— Was genau hast du verstanden? — fragte Olga, ohne den Ex-Mann hereinzubitten.

— Dass das Geld wirklich für Maxim ist.

Wir geben es nur für ihn aus.

— Und die Möbel für Mama?

Konstantin zögerte.

— Na ja … irgendwann später.

Wenn freie Mittel da sind.

— Dann hast du das Wichtigste nicht verstanden, — begann Olga, die Tür zu schließen.

— Du glaubst immer noch, du könntest entscheiden, wie man Geld ausgibt, das man mir gegeben hat.

— Aber ich habe doch zugestimmt!

— Heute hast du zugestimmt.

Und morgen denkst du dir wieder etwas aus, wofür du es ausgeben willst.

Nein, Konstantin.

Zu spät.

Die Tür fiel endgültig ins Schloss.

Am Abend saß Olga im Sessel neben dem Babybettchen und sah zu, wie Maxim schlief.

Der Kleine atmete leise, ballte seine winzigen Fäuste.

Auf dem Tisch lagen Kataloge für Babysachen — morgen wollte Olga den Kinderwagen und den Autositz bestellen.

Die 200.000 Rubel lagen unberührt auf dem Konto.

Jeder Kopeke wird für den ausgegeben, für den dieses Geld bestimmt ist.

Der Großvater von Maxim kann beruhigt sein — sein Geschenk wird beim Enkel ankommen.

Olga lächelte und blickte auf ihren schlafenden Sohn.

Neben ihnen wird jetzt nur der bleiben, der wirklich an das Kind denkt.

Und die anderen sollen sich das Geld für ihre Wünsche selbst beschaffen.

Ende.