Am Flughafen herrschte geschäftiges Treiben: Menschen eilten zu ihren Gates, standen in den Schlangen der Cafés oder warteten still in den Sitzen.
Doch in einer Ecke geschah etwas, das die Leute stehen bleiben ließ.

Ein junger Mann in Militäruniform lag zusammengerollt auf dem kalten Boden, neben ihm sein Rucksack.
Sein Gesicht war blass, sein Atem schwer.
Neben ihm saß regungslos und wachsam ein Deutscher Schäferhund.
Der Blick des Hundes wich nie von der Umgebung.
Kam jemand zu nahe, bellte oder knurrte er – nicht aggressiv, sondern warnend und beschützend.
Die Menschen flüsterten, zückten ihre Handys und hielten Abstand.
Die Sicherheit wurde gerufen.
Doch als der Grund für das Verhalten des Hundes klar wurde, waren alle fassungslos.
Der Deutsche Schäferhund war ein ausgebildeter Assistenzhund – der Begleiter und Beschützer dieses Soldaten.
Die beiden waren gerade erst aus einem monatelangen Kampfeinsatz zurückgekehrt.
Der Soldat, erschöpft und übermüdet, hatte sich endlich erlaubt, auszuruhen.
Und sein treuer Hund hielt Wache, ließ niemanden an ihn heran.
Als ein Flughafenmitarbeiter sich vorsichtig näherte und seinen Ausweis zeigte, ließ der Hund ihn zögernd gewähren.
Der Mann sprach leise und bat die anderen, Abstand zu halten.
Jemand stellte leise eine Wasserflasche in die Nähe.
Eine kleine Absperrung wurde errichtet, damit niemand den Schlaf des Soldaten störte.
Zwei Stunden später wachte er auf, ohne zu ahnen, dass sich eine Menschenmenge versammelt hatte und Fremde leise Tränen vergossen.
Er stand einfach auf, tätschelte seinen Hund, warf sich den Rucksack über die Schulter und ging davon – sein Beschützer treu an seiner Seite.







